Wespen vertreiben.

Kaum ist der Tisch gedeckt, sitzen schwarz-gelbe Plagegeister mit am Tisch.

Die Rede ist von Wespen – und abgesehen davon, dass es unangenehm ist, mit den ungeladenen Gästen das Essen zu teilen, es kann auch gefährlich sein!

1Zwar ist ein einzelner Wespenstich normalerweise nicht gefährlich, wenn auch sehr schmerzhaft. Mehrere Stiche jedoch können – vor allem bei Kindern – zu ernsthaften Komplikationen führen. Und ein Stich in den Mund- oder Rachenraum ist deshalb so gefährlich, weil durch die Schwellungen die Atemwege blockiert werden können.

Bei Allergikern hingegen kann schon der Stich einer einzigen Wespe lebensbedrohlich sein.

Wespenplage in 2015?

In Deutschland herrscht derzeit tatsächlich eine “Wespenplage” – das habt ihr sicherlich auch schon gemerkt. So viele Wespen wie dieses Jahr gab es seit 2007 nicht mehr!

Woran liegt’s?

Die Brut-Bedingungen waren dieses Jahr ideal für die Wespen, denn sie lieben einen warmen und trockenen Frühling – und den fanden sie dieses Jahr vor.

Interessant:
Es gibt viele Wespenarten, aber es sind lediglich 2 Arten, die aggressiv auftreten und uns beim Essen stören. Das ist zum einen die Deutsche Wespe (Vespula germanica) und zum anderen die Gemeine Wespe (Vespula vulgaris). Da beide Arten miteinander verwandt sind, sehen sie sich auch sehr ähnlich und sind nur schwer zu unterscheiden. So sind die beiden Wespen nur sicher an der Färbung der Stirnplatte auseinander zu halten.

Was lockt Wespen an?

2Wespen jagen normalerweise andere Insekten wie Mücken, Schnaken, Blattläuse oder Fliegen – etwa 500 g pro Tag davon vertilgt ein einziges Wespenvolk! Damit sind sie eigentlich nützliche Insekten, die uns u. a. vor einer Mückeninvasion bewahren und Schädlingspopulationen klein halten. Wespen gelten daher als Forst-Nützlinge – leider finden sich aber mittlerweile etwa 90 % ihrer Nester in der urbanen Umgebung. Mit der proteinreichen Beute füttern sie ihre Larven.

Aber: Wenn wir Wurst oder Fleisch offen auf dem Tisch liegen haben, ist es für die Wespe einfach zu verlockend, unserer festlichen Tafel einen Besuch abzustatten. Schließlich fliegt die Wurst nicht weg und ist somit leichte Beute.

Wespen hingegen, die auf Süsses “Jagd machen”, ernähren davon nicht die Larven, sondern sammeln Nahrung für sich selbst. Trotz fehlender Pollensammeleinrichtung bestäuben sie auf der Suche nach süßem Nektar auch (Kultur-)Pflanzen und tragen so dazu bei, dass wir Obst und Gemüse ernten können – sie sind also auch durchaus nützliche Tierchen. Zucker- und damit kohlenhydratreiche Nahrung finden sie vor allem in Gärten mit viel Obst und Beerensträuchern, am liebsten sind dabei natürlich schon überreife und damit besonders zuckerhaltige Früchte.

3Wespen hingegen, die auf Süsses “Jagd machen”, ernähren davon nicht die Larven, sondern sammeln Nahrung für sich selbst. Trotz fehlender Pollensammeleinrichtung bestäuben sie auf der Suche nach süßem Nektar auch (Kultur-)Pflanzen und tragen so dazu bei, dass wir Obst und Gemüse ernten können – sie sind also auch durchaus nützliche Tierchen. Zucker- und damit kohlenhydratreiche Nahrung finden sie vor allem in Gärten mit viel Obst und Beerensträuchern, am liebsten sind dabei natürlich schon überreife und damit besonders zuckerhaltige Früchte.

Aber: Wespen sind auch Feinschmecker und ein köstliches Marmeladenbrot verachten sie nicht.

Wespen gar nicht erst anlocken

Vorbeugen ist sicherlich die erste Wahl. Wespen gar nicht erst anzulocken ist hierbei in diesen Tagen jedoch fast schon eine Kunst für sich.

Essen sollte man nicht offen stehen lassen. Also: Marmeladengläser zuschrauben, die Wurstplatte abdecken, Schüsseln mit Deckeln benutzen etc.

Trinkgläser kann man mit einem (Bier-)Deckel abdecken oder gleich spezielle Becher mit integriertem Deckel und Strohhalm verwenden – vor allem für Kindergetränke erste Wahl. Alternativ auch noch gut: Trinkpäckchen mit Strohhalm. Diese enthalten aber meist viel zu viel Zucker und sind vom gesundheitlichen Aspekt nicht die erste Wahl bei den Getränken.

Wer nun beim Essen im Freien gänzlich seine Ruhe haben will, der kommt mit diesen Tipps nicht sehr weit. Irgendwann ist die Marmelade nämlich auf das Brötchen gestrichen – und das kann man dann nicht mehr abdecken, sofern man auch mal reinbeissen möchte.

Wespen vertreiben – Tipps dazu…


 haben wir  im Internet zu Hauf gefunden – und für euch ausprobiert:

  • Kaffeepulver in einer Tasse anzünden hat nur mäßig geholfen. Das schwelende Kaffeepulver verbreitet einen ordentlichen Qualm, der für die Wespen unangenehm riechen soll. Es wurden tatsächlich etwas weniger Wespen gezählt, jedoch blieb ihr Besuch nicht gänzlich aus.
    Fazit: kann man versuchen!
  • Eine Zitrone mit Nelken bespicken soll angeblich auch helfen, Wespen zu vertreiben. Wir konnten jedoch keine Auswirkungen auf die Flugbahnen der Wespen feststellen.
    Fazit: Untauglich!
  • Basilikum soll ebenfalls helfen, vor den gelb-schwarzen Plagegeistern Ruhe zu finden. Ja, es sah hübsch aus, wie das Basilikum unseren Tisch verzierte. Die Wespen aber daneben auf dem Grillteller hielten sich den Bauch vor Lachen…
    Fazit: Hübsch, aber hilft nicht gegen Wespen!
  • Ein Tipp, den wir für sehr kurios hielten, aber trotzdem ausprobierten: Kupfermünzen kurz zwischen den Fingern reiben und dann auf dem Tisch verteilen. Der metallische Geruch soll die Wespen abschrecken – in unserem Test saß sogar eine Wespe mitten auf einer der Münzen.
    Fazit: Dieser Tipp gehört ins Reich der Fantasie!
  • Den Wespen etwas anbieten: Einen Teller gefüllt mit süßen Leckereien (zum Beispiel Marmelade) und einer Scheibe Wurst etwas abseits hinstellen. Die Wespen stürzen sich auf den Teller und wir haben einigermaßen Ruhe. Allerdings habe ich den Eindruck, dass jetzt noch mehr Wespen den Weg zu uns finden – wenn auch nicht direkt zu unserem Tisch.
    Fazit: Funktioniert teilweise.

Letzter Ausweg: Wespenfalle

Nun sind wir eigentlich nicht diejenigen, die mit Kanonen auf Spatzen schießen. Wer uns in Ruhe lässt, den lassen wir auch in Ruhe.

So lebten wir mehr oder weniger friedlich mit den Wespen in Einklang – bis die erste Wespe zustach.

Eine Wespenfalle sollte aber nur genutzt werden, wenn die Population der Wespen tatsächlich Überhand nimmt und man mit einer Vermeidungsstrategie nicht mehr weiter kommt. Denn: die Wespen sterben in der Wespenfalle und damit scheiden sie auch als Nützlinge aus!

Wespenfänger klares Glas Ø15×19,5cm

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Erste Hilfe beim Wespenstich

Hat trotz aller Vorsicht dann doch eine Wespe zugestochen gilt vor allem: Ruhe bewahren.

Auf keinen Fall versuchen, das Gift mit dem Mund abzusaugen!

4Hilfreich dagegen: Kühlung. Kühlpads oder in einen Waschlappen gefüllte Eiswürfel sind ideal, denn sie wirken der Schwellung entgegen und lindern den Schmerz. Zur Not tut es auch ein mit kaltem Wasser getränktes Tuch. Gut für unterwegs sind Salben und kühlende Gels mit Antihistaminika, die man auch bequem in der Handtasche aufbewahren kann. Natürliche Hilfe verschafft auch eine aufgeschnittene Zwiebel: sie wirkt einerseits kühlend und andererseits antiseptisch – und hilft so, die Schwellung im Zaum zu halten.

Beim Stich in Mund- oder Rachenraum sollte immer ein Notarzt gerufen werden! Bis dieser eintrifft, kann auch hier Kühlung helfen: Speiseeis oder Eiswürfel lutschen  – und nicht in Panik ausbrechen!

Der Notarzt sollte ebenfalls verständigt werden, sobald erste Anzeichen einer allergischen Reaktion auf den Wespenstich auftreten. Diese sind vor allem:

  • Schnupfen
  • Starke Schwellungen an der Stichstelle
  • Schwellungen im Gesichts- und Halsbereich
  • Übelkeit
  • Quaddeln
  • Atemnot
  • Herzrasen
  • Kreislaufbeschwerden
  • Blutdruckabfall
  • Ohnmacht
  • Kreislaufkollaps

Bei bekannten Wespenstich-Allergien sollten die betroffenen stets ein Notfall-Set bei sich führen. Dies besteht mindestens aus einem schnell wirksamen flüssigen Antihistaminikum (zum Beispiel Fenistil Tropfen*) und einem Spray mit den Wirkstoffen Adrenalin und Kortison

Bienen, Hummeln, Wespen im Garten und in der Landschaft

In jedem giftfrei gehaltenen Garten – und sei er noch so klein – lassen sich abwechslungsreiche Lebensräume schaffen, die als möglichst vernetzte Ökozellen zu einem Refugium schutzbedürftiger Arten werden, die in der intensiv genutzten freien Landschaft kaum mehr Existenzmöglichkeiten finden. Überlebenshilfen jeglicher Art sind besonders für Insekten wichtig, da sie, von den Schmetterlingen und einigen Käferarten abgesehen, erst Mitte der achtziger Jahre verstärkt in das Blickfeld des Artenschutzes rückten. Es verwundert daher nicht, dass man den in dieser Broschüre angesprochenen Solitärbienen, Solitärwespen und Hornissen selbst in Kreisen engagierter Naturschützer lange Zeit nur wenig oder gar keine Beachtung schenkte. Wissenswertes über die Gäste und Helfer im Garten findet man in dieser Broschüre. Nicht nur für Fachleute, sondern für alle interessierten Garten- und Naturfreunde ist sie eine wahre Fundgrube.

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